Seminarbesuch

Tauchsicherheit und Rettung & Medizin Praxis – Kombiseminar am Steinbruch in Schönbach

Samstagmorgen der Wecker schellt als ob man zur Arbeit wollte, aber nein, Freizeitstress ist angesagt. Im wahrsten und positivsten Sinne des Wortes.

Etwa 20 – 30, ich hatte nie die Gelegenheit zu zählen, Taucher aus Hessen hatten sich versammelt um sich im Bereich Tauchsicherheit auf den neuesten Stand gebracht zu werden. Auch vom TC Wiesbaden waren 3 Taucher dabei.
Judith, Stefan und ich fragten uns am frühen Morgen zwar noch warum wir uns das antun, aber spätestens nach 45min war klar, dass das 2 äußerst spannende Tage werden sollten.

Der erste Tag wurde von Theorie aus dem Bereich Medizin Praxis geprägt. Wir lernten, dass der Sinusknoten am Herzen mittels elektrischen Impulsen die Herztätigkeit beeinflusst und dass man mit einem Defibrillator bei Herzstillstand schnell gute Erfolge in der Behandlung von Verunfallten haben kann. Bei solchen Unfällen kommt es ja auf Minuten an, die einen deutlichen Unterschied machen können……………

Gegen Ende des Tages durfte sich sogar jeder einmal an einem Defi versuchen, Einzigartig. Keine Angst echte Opfer hatten wir nicht Anne die Puppe musste unsere versuche über sich ergehen lassen. Ich wollte nicht mir ihr tauschen, denn auch die verrosteten Kenntnisse zu HLW sollten gezeigt werden. Und wieder einmal wurde uns allen bewusst: nur wiederholtes Üben gewährleistet, dass im Notfall auch alles klappt…………….

Anschließend ging es dann mit ABC Ausrüstung (natürlich angepasst an Witterung und Seeordnung mit Kälteschutz) ins Wasser und wurde dem Tauchsport entsprechend auch noch Nass!!!
Und anstrengend. Wann hat man schon das letzte Mal einen nassen Sack von 50 Kilo (oder mehr????) in ein Zodiac gehievt. So fühlt es sich nämlich an, wenn man einen bewusstlosen Taucher versucht dort hineinzubekommen. Und ich hatte noch Glück mein armes Opfer war wirklich leicht, bei einem schweren wäre ich wahrscheinlich nach Rettung selber reif für eine Rettung gewesen.

Und wir dachten, das wäre schwer, weit gefehlt………… einen Ohnmächtigen die Leiter hochbuckzieren, das kostet erst mal Kraft. Da waren Rautekgriff und Palsteg für eine Seilrettung doch die kleinsten aller möglichen Herausforderungen.

Wir hatten jede Menge Lacher dabei, die die Ernsthaftigkeit zwar auflockerten, aber nicht vertuschen konnten, Übung, Übung, Übung, sonst hat man im Ernstfall ein Problem.

Der 2.Tag stand dann ganz im Lichte der Praxis nun ging es unter Wasser an das Üben von Rettungsgriffen und das durchspielen der gesamten Rettungskette.

Ich kann nur für mich sprechen, aber insgesamt halte ich dieses Seminar für eine überaus gelungene Veranstaltung des HTSV und kann nur jedem im verein empfehlen diesen Kurs zu besuchen. Nicht erst, wenn ihr durch Brevets dazu gezwungen werdet, sondern freiwillig.

Ein großes Lob auch an Dr. Michaelis, der durch seine praxisnahe Darstellung dies zu einem der kurzweiligsten Seminare machte die ich je besucht habe und an sein ganzes Team von Tauchlehrern. Ihr ward wirklich Spitze.

Ulrike


Tauchclub Wiesbaden e.V.



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